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Black Spring Break Daytona Beach
   

Jedes Jahr pilgern Hunderttausende pubertierender Durchschnittsamerikaner nach Daytona Beach um ihre Collegeferien zu feiern. Hier dürfen sich die Kinder der amerikanischen Mittelklasse endlich so benehmen, wie ihre Vorbilder bei MTV -ein Leben für Sex, Drugs and Rock n' Roll. Daytona Beach verwandelt sich in diesen acht Wochen in ein Paradies für gelangweilte Teenager fernab von zu Hause. Dafür kommen sie aus dem ganzen Land und sogar aus Europa angereist. Wet-T-Shirt-Parties, Bikini-Wettbewerbe, Saufen und Anmache bestimmen den Tagesablauf. Doch das Vergnügen ist eher harmlos, denn in Daytona wird aus der öffentlichen Erregung schnell ein öffentliches Ärgernis. Das Entblößen von Brüsten steht unter strenger Strafe.

Für Daytona ist es ein Geschäft und nicht zuletzt deshalb schaut die prüde amerikanische Provinz dem Treiben der Kids zu. "Black College Reunion” ist nur ein Tag im Jahr. Dann wollen ca. 200.000 Schwarze für 24 Stunden ihren Spring Break feiern - zum Entsetzen der Weißen ebenfalls in Daytona. Die Stadt wird zur Festung. Polizeikräfte aus ganz Florida werden zugezogen. Die Stadtverwaltung errichtet ein eigenes Arrestareal. Der Chef der Bürgerwehr protestiert im Radio, die Einheimischen wollen mit den ‚Niggern‘ nichts zu tun haben und viele der Restaurants haben unter einem fadenscheinigen Vorwand geschlossen. Wer es sich leisten kann, verreist für das Wochenende und der Stadtdirektor rechnet im schlimmsten Fall sogar mit Aufständen. Am liebsten hätte man noch die Nationalgarde zur Stelle. Die Einfahrtsstraßen werden strengstens kontrolliert, nur Einwohner und Besucher mit Hotelreservierung dürfen passieren. Alle anderen müssen einen 100 Kilometer langen Umweg fahren. Schikane pur. Die Polizei, meist hoch zu Ross, ist allgegenwärtig. Schon Kleinigkeiten führen zu 24stündigem Arrest. Dazu zählen Delikte wie das Herumlaufen mit freiem Oberkörper, das Trinken von Alkohol auf der Straße oder ein qualmender Auspuff. ‚zero-tolerance‘ heißt die städtische Devise und sie wird auch ausnahmslos durchgesetzt.

Nichts scheint das Verhalten der Stadt zu rechtfertigen. Die schwarzen Besucher sind aus den gleichen Gründen gekommen wie die Weißen: Saufen, Anmache und ‚cruising‘, also Herumfahren, um sich und sein Auto bewundern zu lassen. Von ‚riots‘ keine Spur. Trotzdem viele der Schwarzen empfinden das Verhalten der Weißen ab pure Provokation , als Rassismus. Eine Viertelmillion Dollar kostete der Stadt ihre "Verteidigung". Doch von der Verhaftungen vieler Schwarzer abgesehen, ist nichts passiert: Keine Aufstände, keine Vergewaltigungen, keine Einbrüche. Für die Einheimischen trotzdem kein Grund zur Freude Aus ihrer Sicht wurden trotzdem alle Vorurteile bestätigt: ”Die Nigger führen sich eben auf wie Tiere". Alle Vorurteile wurden bestätigt es wird eben jedes Jahr schlimmer. Die nächsten 365 Tage ist Daytona in weißer Hand und Besucher sind jetzt wieder willkommen.

Länge: 30 Minuten, produziert auf Betacam/SP