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Die letzte Kandidatin
   

Dem ältesten Schönheitswettbewerb ‚Miss World‘ droht der Untergang Als der englische PR-Mann Eric Morley im Jahre 1951 den Schönheitswettbewerb. Miss World erfand, um das "Festival of Britain" zu promoten, war der Event als einmaliges Ereignis geplant. Doch als 1952 die Amerikaner den Konkurrenzwettbewerb "Miss Universe" ins Leben riefen, fühlte sich Morley herausgefordert und machte weiter, bis heute. Seither haben sich 46 Mal weltweit jedes Jahr mehr als 100.000 Frauen beworben, um die verlockende Chance auf den Titel, der Tür und Tor für eine Traumkarriere verspricht, zu ergreifen. Bisher für Eric Morley, der seinen Familienbetrieb ”Miss World Limited" im Steuerparadies Jersey anmeldete, ein lohnendes Unternehmen, dank zahlungskräftiger Sponsoren und Vermarktung der weltweiten TV-Ausstrahlungsrechte seiner Show. Um Ihr - neben der traditionellen Fleischbeschau - noch ein gemeinnutzes Image zu geben, verpasste er seinem Wettbewerb den Slogan ‚Beauty with a Purpose‘.

Miss World darf Kinderheime und Krisengebiete besuchen, zumindest einmal für die Kameras, dann hat die Gemeinnützigkeit ihren Zweck erfüllt. In den letzten zehn Jahren hat das Geschäft mit den Schönheitswettbewerben inflationär zugenommen. Alleine in Deutschland gibt es drei Miss Germany Wettbewerbe, dazu kommen noch das ‚Gesicht des Jahres‘ und verschiedene andere, von Modelagenturen initiierte Wettbewerbe, um neue Ware für ihre Karteien zu bekommen. Da blickt so recht keiner mehr durch. Entsprechend schwierig gestaltet sich für Eric Morley in den letzten Jahren die Suche nach neuen Partnern. Nachdem es in Südafrika mit dem Hauptsponsor Sol Kerzner, Besitzer der Hotelgruppe Sun International, 1994 vor laufenden Kameras Spannungen gegeben hatte (eigenes Filmarchiv), wurde der Vertrag 1996 nicht verlängert. Ein neuer Sponsor musste her. Den fand Eric Morley zur Überraschung aller ausgerechnet im Dritte Weltland Indien. Der zu erwartende Protest gegen die "Fleischbeschau" in dem kulturell vielschichtigen und spannungsgeladenen Land mag zwar als willkommene, weil dringend benötigte PR für die Miss World, von Morley einkalkuliert worden sein. Doch die Aktion ging nach hinten los. Aufgrund angedrohter Terrorakte konnte die Veranstaltung nur unter einem großen Sicherheitsaufgebot von mehreren 10.000 Polizisten stattfinden.

Die damalige Miss World Deutschland, Melanie Ernst, fühlte sich wie in einem Gefängnis. Indiens Image in der Welt hat dadurch mehr Schaden als Nutzen erfahren und Hauptsponsor Amitabh Bachchan, ein bekannter indischer Schauspieler, hat den Zweijahres-Vertrag vor drei Wochen gekündigt, um sich und seinem Land nicht noch mal in der Weltöffentlichkeit die Blöße zu geben. Entsprechend groß ist bei den Organisatoren nun das Chaos, damit die Show am 22. November perfekt klappt. Eines kann sich Eric Morley zumindest sicher sein. Proteste wird es auf den Seychellen nicht geben. Wir wollen die diesjährige Miss World-Kandidatin für Deutschland ab dem Tag ihrer Wahl In Berlin bei den Vorbereitungen zur Endausscheidung auf den Seychellen bis zum Höhepunkt begleiten, um mit ihrem Blickwinkel hinter den Kulissen des Unternehmens ‘Miss World’ zu schauen. Hilfe leisten soll dabei ein persönliches Tagebuch, das sie mit Hilfe einer Videokamera führt.

Länge: 45 Minuten, produziert auf Betacam/SP