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Sydney, Klettern auf der Harbour-Bridge
   

Seit ihrer Eröffnung im Jahre 1933 gilt die Harbour Bridge als die Ikone Australiens schlechthin. Sie steht für Pioniergeist und Freiheit. Eine Inschrift besagt, ohne sie wäre Australien nicht das, was es ist. Über 20 Millionen Mark hat der Selfmade-Millionär Paul Case inzwischen investiert, um sich seinen Lebenstraum zu erfüllen: das "Bridge Climbing", das bislang nur halsbrecherischen Einzelhasardeuren vorbehalten war, dem breiten Publikum zugänglich zu machen. An die zehn Jahre hat der Behördenkrieg gedauert, über 80 schwerwiegende Auflagen mussten erfüllt werden, doch jetzt ist es soweit: Seit einigen Monaten rollt die Maschinerie mit 120 Angestellten: Nach Simulation, Alkoholtest, Gesundheits-Check und Metalltest a la Flughafen kann das "größte Abenteuer des Lebens" unter Anleitung professioneller "Bergführer " beginnen.

Mit hinaufgenommen werden darf nichts, weder Kamera noch Handtasche, denn bereits ein Kugelschreiber, aus dieser Höhe fallengelassen, wird für die Fußgänger und Autofahrer unten zur tödlichen Gefahr. Eine Viertelmilliarde Mark wird Case in den nächsten 20 Jahren einkassieren, 50.000 Tickets hat er bereits im voraus verkauft. Die Olympiade in elf Monaten ist jetzt schon vollständig ausgebucht. In Spezialanzügen begehen mehrere Gruppen gleichzeitig das 134 Meter hohe Bauwerk, um das sich ein Füllhorn illustrer Anekdoten rankt. So sind zum Beispiel diverse Leute beim Bau umgekommen und teilweise sogar im Fundament mit eingegossen. Während unter Über 200.000 Autos täglich die Brücke passieren, kann man für ca. 110 Mark den aufregendsten Blick über Sydney und den angeblich schönsten Hafen der Welt erleben. Besonders beliebt sind Aufstiege bei Wind und Regen oder romantische Ereignisse wie Heiratsanträge oder Verlobungen oben auf der Brücke.

Die sportliche Hamburger Touristin Anne L. (29 Jahre) musste sich zunächst überwinden hochzuklettern, doch als sie hörte, dass auch schon ein 89jähriger die Besteigung gemeistert, hat war ihre Neugier stärker. Mit anfänglich noch flauem Gefühl im Magen durchläuft sie das Prozedere, doch bald schon überwiegt die Begeisterung. Am Schluss teilt auch sie die Euphorie mit der Teilnehmer regelmäßig die Brücke verlassen. Das australische Fremdenverkehrsamt hat das "Bridgeclimbing" prompt als die "beste neue Attraktion überhaupt" bezeichnet. Ob Politiker oder Medienstars: alle müssen rauf. Obwohl Sicherheitsexperten den Trip als "nicht ungefährlich” einstufen, ist bisher noch nichts passiert. Im Gegenteil: Paul Case erhält sackweise Dankespost von Menschen, die ihre Höhenangst oder ähnliches besiegt haben.

historisches Material über Bau und Geschichte der Brücke.
Länge: 7 Minuten, gedreht auf Betacam/SP