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Möglichkeiten und Gefahren moderner Lasermedizin
   

"Es ist, als würde ich erst jetzt anfangen zu leben", sagt die 28-jährige Susanne Weber. Bis vor zwei Jahren hattet sie sich kaum noch unter Menschen gewagt. Der Grund war ein Feuermal, das sich tiefrot quer über ihre linke Gesichtshälfte erstreckte. Wenn sie einen Freund hatte, stand sie bereits morgens um fünf Uhr auf, um sich so gut es ging zu schminken, bevor er aufwachte. "Mein Leben bestand nur aus der Angst jemand könnte hinter mein Problem kommen.” Seit zwei Jahren ist sie nun in Behandlung. Das Feuermal wird dabei Stück für Stück per Laser entfernt. Inzwischen ist es kaum noch zu sehen. Carola Büchier hatte da weniger Glück. Sie wollte sich ihre Falten weglasern lassen. Dabei wurde ihre ganze Stirn verbrannt. Jetzt prozessiert sie gegen den Arzt, der sie behandelt hat. Zur Zeit versucht ein anderer Arzt per Laser den Schaden zu minimieren. Neben Dermatologie und Schönheitsoperationen wird die Lasertechnik bereits seit Jahren erfolgreich in Chirurgie und Augenheilkunde eingesetzt In anderen medizinischen Bereichen wie Kardiologie oder Zahnheilkunde befindet sich die Laserforschung allerdings noch in den Kinderschuhen. Als unbestritten gilt, dass der Laser einzigartige Möglichkeiten hat, die über konventionelle Operationstechniken mit dem Skalpell weit hinausgehen.

Ein Vorteil: Es kommt nur zu minimalen Blutverlusten, da sich die Wunden durch die Hitze des Lichtstrahls sofort wieder verschließen. Bei den minimal-invasiven Eingriffen kann auf diese Weise häufig oft auf risikoträchtige Vollnarkosen verzichtet werden. Viele Medien preisen unterdessen mehr oder weniger fundierte Wunderheilungen mittels Laserstrahlen. Dabei sind fast alle Gebiete der Medizin betroffen. Tatsächlich gibt es jedoch bisher nur eine begrenzte Zahl von Eingriffen, bei denen diese Eigenschaften wirklich medizinisch sinnvoll eingesetzt werden können und die Patienten nachgewiesenermaßen einen Vorteil vor adäquaten konventionellen Methoden erleben. Jedes Lasergerät hat einen sehr begrenzten Einsatzbereich. Bislang ist es häufig nicht einmal eindeutig klar, welcher Laser für welche Anwendung überhaupt in Frage kommt, bzw. optimale Ergebnisse liefern wird. Entsprechende Langzeitergebnisse fehlen noch. Dennoch verbreiten die Laserhersteller ungetrübten Optimismus. Dabei scheinen sie ausschließlich am Verkauf ihrer Geräte interessiert zu sein, die bis zu einer Million Mark kosten können. Inwieweit ein Arzt sich befähigt und erfahren fühlt, mit dem Laser zu operieren, ist ihm selbst überlassen. Spezielle Ausbildungen sind freiwillig und teuer. Der größte Risikofaktor für den Patienten ist und bleibt also der Arzt, der mit dem Gerät unter Umständen nicht richtig umgehen kann.

Länge: 7 Minuten, produziert auf Betacam/SP