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Marienbad und das Kloster von Tepla
   

Marienbad - wer denkt da nicht sofort an die große Zeit jenes weltberühmten Bade- und Kurortes des letzten Jahrhunderts, als Kaiser und Könige, Dichter und Denker dort zur Erholung verweilten. Der eigentliche Ursprung Marienbads und seiner Heilquellen ist eng verflochten mit der Geschichte des Klosters von Tepla: 1193 stiftete der böhmische Gaugraf Hroznata das Prämonstratenserkloster von Tepla, das schnell zu Reichtum und Blüte gelangte. Im Laufe des 30-jährigen Krieges wurde das Stift zweimal vollständig zerstört. Die Chorherren des Klosters waren mit die ersten, die am sogenannten Hammerschlösschen ihre täglichen Trinkkuren absolvierten. 1762 entstand das erste einfache Kurhaus: ein Gasthaus mit Badezimmern zu dem das Wasser der Marienquelle noch mühsam in Holzfässern transportiert werden musste.

Als einer der Hauptgründer des Kurortes Marienbad wird der Stiftsarzt Doktor Josef Nehr genannt: nach sorgfältigen Studien verfasste er das erste medizinische Buch über die Heilquellen Marienbads und veranlasste gemeinsam mit dem Abt des Klosters 1807 den Bau eines kleinen Kurhauses am Kreuzbrunnen; später folgte ein größerer Bau in der Nähe des Marienbrunnens. Wieder war es ein Abt des Tepler Klosters, der die Entwicklung Marienbads entscheidend förderte: Abt Karl Reitenberger. Unter ihm setzte eine äußerst rege Bautätigkeit eine und 1818 wurde die Ansiedlung zum Kurort erhoben. Die Hochblüte Marienbads begann: in der Saison von 1874 zählte man bereits über 10.000 Kurgäste. Mit dem 1. Weltkrieg begann der Niedergang Marienbads und später auch des Klosters - durch Enteignung. Aufgrund der jüngsten politischen Veränderung wurde das Kloster den Prämonstratensern zurückgegeben. Unter Abt Tyl bemühen sich Prior Pitel und Previsor Kazda mit aller Kraft die ursprüngliche Bedeutung auf spirituellem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet wiederzuerlangen.

Länge: 60 Minuten, produziert auf Betacam/SP