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Rave am Kap und Jazz im Township
   

Kapstadt ist nach wie vor für viele Besucher eine der schönsten Städte der Welt. Doch wer von der malerischen, südlichsten Stadt Afrikas spricht, meint den modernen, sauberen und fast ausschließlich weißen Stadtkern. Das Erbe von 40 Jahren Apartheid: Die wenigen Schwarzen, die man hier sieht, leben fast alle in den zahlreichen Slums außerhalb und kommen nur in die City, um irgendwelchen niedrigen Jobs nachzugehen. Achtzig Prozent der zwei Millionen Schwarzen in Kapstadt leben in sogenannten Townships unter zumeist ärmlichsten Bedingungen. Mauern zeugen noch von der einst so strikten, politischen Rassentrennung, die jetzt nahtlos in eine Zweiklassengesellschaft übergegangen ist. Während die einen im eigenen Müll dahinvegetieren, versucht das weiße Großbürgertum seine Privilegien in vollen Zügen zu genießen.

Doch die Inflation hat sich ihren Weg ins Paradies gebahnt: Eine unbestimmte Angst vor neuen Aufständen und Rassenunruhen ist überall zu spüren. Ständige Hiobsbotschaften aus Johannesburg verunsichern die besitzende Klasse. So versuchen viele ihr Eigentum zu verkaufen und die Preise sind im Keller. Genau der richtige Zeitpunkt für Glücksritter mit dem entsprechenden Pioniergeist und einer Nase für Marktlücken. Der Veranstalter Götz Scheffel von den Trendveranstaltern ‚Partysanen‘ aus München hat erkannt, was hier noch fehlt - die ultimative Tekkno Party ‚Love and Peace‘ jetzt endlich auch für Afrika: Logisch, dass die Reporterin Debbie Smythe von Götz Scheffel nichts hören will über Sponsoren oder Flugblätter; sie will über die Designerdroge Ecstasy reden, die das Raven erst so richtig schön machen soll und von der berichtet wird, sie könnte jetzt auch nach Südafrika kommen.

Ein paar Meter weiter beginnt soeben ein ganz anderer Trip: Die Firma "Ourdoor Adventures" garantiert auf einer ganz besonderen Tour durch das nächtliche Kapstadt, touristischen Nervenkitzel. Per Kleinbus bringt der 45-jährige Engländer Alan Maguire Schaulustige in verschiedene Clubs der Townships, wo ein Weißer normalerweise gar nichts verloren hätte. Der ehemalige Unternehmensberater hat dafür eine Tour zusammengestellt, die sowohl einen größtmöglichen Einblick in typisches Township-Freizeitverhalten als auch die dazu passende Musik ermöglichen soll. Wie "heiß" es dann wirklich wird, hat dann niemand mehr im Griff. Statt Freeclimbing, Bungeejumping oder Hai-Tauchen, diesmal Rassenprobleme als Adrenalinspender.. Besucht werden eine sogenannte "Shebeen", in der exzessiv gezecht wird, eine Großraumdisco, in der die Gangs ihr Waffen abgeben müssen, der legendäre Jazz Club "Riffs" sowie ein schwarzes Mafialokal. Wir begleiten zwei recht unterschiedliche Deutsche auf dieser Tour.

Länge: ca. 28 Minuten, produziert auf Betacam/S